DUMONTS HANDBUCH ISLAM

von Walter M. Weiss (Hrsg.)

erschienen im April 2002 im Verlag DuMont Monte, Köln

264 Seiten, Format 16,5 x 24,5 cm
Euro 10, sFr 19,60
ISBN 3-8320-8723-0

(im Buchhandel derzeit vergriffen; erhältlich nur in Restexemplaren über den Autor)

- Ein Nachschlagewerk und Lesebuch zugleich, das umfassend über alle Aspekte der Weltreligion
- informiert
- Kompetente und leicht lesbare Beiträge von einer Vielzahl renommierter Kenner der Materie

- Vom Koran bis Khomeini: detaillierte Einblicke in Geschichte und Gegenwart der islamischen Welt

- Tradition und Recht, Alltag und Ethik: alle Grundlagen des Glaubens im Überblick

- Spannendes Hintergrundwissen zur aktuellen politischen Situation

INHALTSVERZEICHNIS:

Islam, Wirklichkeit und Legende
Islam ist nicht gleich Islam

Grundlage des Glaubens:
Der Prophet und seine Botschaft
Glaubensbekenntnis - Gebet - Almosen - Fasten - Pilgerfahrt - Die Kaaba
Allah
Dschinn - Engel - Teufel
Jüngstes Gericht - Hölle - Paradies
Der Koran
Die Hadithen
Scharia - Das islamische Recht
Fatwa - Dschihad - Apostasie
Wirtschaft und Islam

Geschichte der Islamischen Welt
Die islamische Welt seit dem Tod des Propheten
Stammtafel Mohammeds
Geschichte und Wesen des Schiismus
Mutaziliten - Hanbaliten - Aleviten - Ibaditen
Der Sufismus - Mystik im Islam
Geschichte im Überblick
Kopfsteuer - Christen und Juden
Spannungsfeld Erdölmarkt
Geschichte des modernen Islamismus
Die verlorene Nähe - Islam und der Westen

Lebenswelten
Allahs Uhren gehen anders
Feste, Rituale und der Kalender
Islam und Geschlechterfrage
Personennamen
Autoritäten, Ämter, Würdenträger
Kleidungssitten
Schmuck
Die Anfänge der islamischen Stadt
Architektur und Raum von Häusern und Städten
Zu Gast bei Muslimen
Islamische Begräbnisse und Friedhöfe

Kunst und Kultur
Sprache, Schrift und Bilderverbot
Islamische Musik
Über die islamische Kunst
Über die Architektur und Moschee
Lehrmeister des Abendlandes

Ausgewählte Regionen und Länder
Der Islam als zweitgrößte Religion der Welt
Die Vielfalt des islam in Deutschland
Laizismus und Re-Islamisierung in der Türkei
Der postrevolutionäre Iran
Der Islam in Bosnien
Der Islam in Schwarzafrika
Malaysia und Indonesien: Der Islam in Südostasien
Algerien - Ägypten - Saudi-Arabien - Pakistan - Afghanistan
Geschichte und Gegenwart des Nahostkonflikts

Der Islam am Beginn des dritten Jahrtausends
Islam, Islamismus, Gewalt
Scharia, Menschenrechte, Gewalt
Die Diskussion um Kopftücher, Friedhöfe und Moscheen
Die Ibn-Khaldun-Gesellschaft: ein Netzwerk liberaler Muslime
Globalisierung aus arabisch-islamischer Sicht
Islam - eine Religion der Gewalttätigkeit?
Die islamische Welt nach dem 11. September

Anhang:

Autorenverzeichnis:
Smail Balic - Rainer Brunner - Malek Chebel - Thabet Eid - Rainer Finne - Hans-Thomas Gosciniak -
Juan Goytisolo - Bartholomäus Grill - Kadhim Abed Habib - Heinz Halm - Peter Heine - Erdmute Heller -
Arnold Hottinger - Petra Kappert- Karin Kneissl - Gudrun Krämer -Rifaat Lenzin - Volker Nienhaus -
Albrecht Noth - Alfred Renz - Matthias Ries - Gernot Rotter - Annemarie Schimmel - volker S. Stahr -
Ursula Spuler-Stegemann - Udo Steinbach u.a.


IM LAND DER PHARAONEN
Ägypten in historischen Photos

Text: Walter M. Weiss
Vorwort von Naguib Machfus
Fotos von Rudolf Lehnert & Ernst Landrock


160 Seiten, ca. 160 Schwarzweißfotos, 22,5 x 29 cm, gebunden
ca. € 29,90
ISBN 3-930378-38-8

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Ägypten war schon immer eines der bedeutendsten Reiseziele im Orient. Die Pyramiden von Gizeh und die Totenmaske Tutenchamuns sind kulturgeschichtliche Symbole eines Landes, in welchem bereits vor Jahrtausenden eine der ersten Hochkulturen der Menschheitsgeschichte entstand.

Die ungebrochene Faszination Ägyptens zeigt dieser Bildband anhand einmaliger historischer Fotos aus den Jahren 1923-1930. Die Bilder stammen aus dem Archiv des Fotografen Rudolf Lehnert (1878-1948) und seines Geschäftspartners Ernst Landrock (1878-1966), die von 1904-1939 in Tunis und Kairo ein Fotostudio und einen Verlag betrieben (die Buchhandlung Lehnert und Landrock gibt es noch heute in Kairo).
Die berühmten Fotos werden hier zum größten Teil erstmals in Buchform veröffentlicht; auch nach achtzig Jahren haben sie nichts von ihrer Qualität und Schönheit verloren.
Das Fotokaleidoskop umfaßt Aufnahmen weltberühmter Kulturdenkmäler und Ausgrabungsstätten, von Pyramiden, Tempelanlagen, Pharaonengräbern, sensationellen Grabfunden (u.a. Tutenchamun), Moscheen, Städten, Dörfern, Landschaften (Wüsten, Oasen, Nil), Menschen, sowie Szenen aus dem Alltagsleben. 
Die ausdrucksstarken Bilder lassen den Zauber und die Geheimnisse Ägyptens lebendig werden und vermitteln ein großartiges Gesamtpanorama des Landes vor dem Einbruch der Moderne.
Der informative Begleittext von Walter M. Weiss ergänzt die herrlichen Fotos und vermittelt vielfältige Einblicke in die Geschichte und Kultur Ägyptens sowie in das Leben seiner Menschen.
»Die Idee, Ägyptens Geschichte in einer wichtigen Entwicklungsphase durch aussagestarke Fotos zu dokumentieren, bezeugt eine tiefe Verbundenheit mit unserem Land. Die Fotografen Lehnert und Landrock waren mir schon als Jugendlicher ein Begriff. Ihre Fotos begleiteten mich durch meinen ganzen Werdegang. Ich beglückwünsche den Palmyra Verlag und den Autor zu diesem gelungenen Kulturbeitrag.«/Aus dem Vorwort von Nagib Machfus.


IM LABYRINTH DER TRÄUME UND BASARE
Marokkanische Mosaiksteine

von Walter M. Weiss
erschienen 2004 im Picus Verlag, Reihe „Leserreisen“

132 Seiten, gebunden
EUR 13,90
ISBN 3-85452-784-5

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Zum Buch:

Phönizier und Römer, Araber und Berber, Moslems, Juden, portugiesische, spanische und französische Kolonisatoren - die Einflüsse, denen Marokko, dieses Land am Schnittpunkt Schwarzafrikas, Arabiens und Europas, im Laufe seiner langen Geschichte ausgesetzt war, sind von kaum überbietbarer Vielfalt. Und denkbar bunt ist auch das kulturelle Spektrum, das die Gesellschaft im heutigen Marokko prägt. In den Oasen am Rand der Sahara und in den abgeschiedenen Berberdörfern des Atlas- und Rif-Gebirges kann die Mehrheit der Menschen nicht lesen und schreiben, erachtet ihren König als gottgesandt und ihr Schicksal als unabänderlich - derweil die Geschäftsleute in den Bürohochhäusern der Sechs-Millionen-Metropole Casablanca vom Anschluss an EU-Europa und von der Tunnelverbindung nach Andalusien träumen.
Mit dem Leser an der Hand bereist Walter M. Weiss die Welten solch sozialer, aber auch landschaftlicher Gegensätze. Er besucht Schauplätze moderner Mythen wie Tanger und Casablanca, Meknes und Fes, die beiden Zentren mittelalterlicher Gelehrsamkeit und Städtebaukunst, die Lehmburgen entlang der "Straße der Kasbahs" und die Basare und Luxusvillen von Marrakesch. Dabei begegnet er Sufi-Musikern, Studenten und Straßenhändlern, Akrobaten, Pilgern und Handwerkern, Rabbinern, Beatniks und berberischen Bauern. Und erfährt dabei maghrebinische Geschichten der etwas anderen, nämlich realen, gegenwartsbezogenen Art.

Inhalt:

An der Tür zu Afrika
Wo Noah und Paul Bowles vor Anker gingen

Koexistenz auf Marokkanisch
Begegnungen mit der jüdischen Gemeinde 

Paradies im Dies- und Jenseits
Happy Hour mit Haschischbrüdern, Gnawas und den Beatniks 

Hippietreff und Hochburg des Widerstands
Tetouan und Chefchaouen: Zentren der Kiffer und des Kabylen-Kriegs 

Zwischenruf I: Ca va?
Zum Problem der guides noir 

Only gucken!
Mit einem guide noir durch den Basar von Fes el-Bali 

Vom Hammam in den Hades in den Hängebauch
Eine Wallfahrt der Sinne in das Innerste von Fes

Die Heilkraft der Toten
Auf der Suche nach segensreichen Energien 

Zwischenruf II: Reisen als politischer Akt?
Antworten auf eine Gewissensfrage am Beispiel Marokkos 

Ausflug an den Rand der Zeit
Zu Besuch bei den Berbern im Rif-Gebirge 

Moulay Ismails Vermächtnis
Prunk und Wahn in Meknes 

Hinter den Mauern der Macht
Rabat: Königssitz und Tor zum Westen 

Leben und beten im Weißen Haus
Casablanca: Hafenstadt als Metropole und Moloch 

Maritime Momentaufnahmen
An der Atlantikküste Richtung Agadir

Unter Akrobaten, Gauklern und Poeten
Das magische Treiben auf dem Djemaa el-Fna 

Oase des Luxus und der Moden
Durch Marrakeschs grüne Peripherie

Von kargen Böden und ehernen Dogmen
Auf Spritztour in den Hohen Atlas 

In Hollywoods heiligem Land
Von Agadir durch den Anti-Atlas nach Ouarzazate

52 Tage bis Timbuktu
Auf der Straße der Kasbahs Richtung Sahara

AUS REZENSIONEN:

Der Reisejournalist Walter M. Weiss begreift Marokko vor allem als ein Land der Kontraste. Von Tanger, der Tür zu Afrika und Nahtstelle zwischen den Kontinenten und Kulturen, über moderne Metropolen wie Rabat und Casablanca sowie alte Königsstädte bis hin in den Hohen Atlas und die Sahara nimmt der Autor zu Fuß oder mit dem Geländewagen, auf einer Kutsche oder dem Rücken eines Kamels den Leser auf seine Reisen mit. Die maritimen Momentaufnahmen und die „Wallfahrt der Sinne“, wie der Autor etwa die Viertel der Gerber und Färber von Fes beschreibt, werden dabei, bevor sie allzusehr ins Pittoreske entgleiten, immer wieder von sogenannte „Zwischenrufen“ unterbrochen, die etwa das Problem der „Guides Noires“, der illegalen Touristenführer oder die lauernde Terrorismusgefahr und das Imageproblem des Orients thematisieren.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frkft.

„Die Welt ist ein Buch“, meinte der heilige Augustinus einmal. „Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“ Wer dennoch zu Hause bleibt, kann immer noch zu Reisebüchern greifen - und so womöglich mehr über ein Land erfahren als vor Ort. Besonders gut als Reiseersatz (aber auch als Reisebegleitung) eignen sich die feinen Lesereise-Bände des Wiener Picus Verlags, der damit eine echte Marktnische besetzt hat: Journalisten und Schriftsteller, die sich in bestimmten Städten, Regionen oder Ländern besonders gut auskennen, machen diese mit Kurzreportagen erfahrbar. Exemplarisch ist das dem Wiener Reisejournalisten Walter M. Weiss in seinem Band über Marokko gelungen: Auf etwas mehr als hundert Seiten und ganz ohne Abbildungen vermittelt er alles touristisch, politisch und gesellschaftlich Essenzielle dieses märchenhaften Landes im Nordwesten Afrikas.
Falter, Wien


ZWISCHEN BABYLON UND HEILIGEM LAND
Syrische Aussichten 

von Walter M. Weiss
erschienen 2004 im Picus Verlag, Reihe „Reportagen“ 

168 Seiten, gebunden
ISBN 3-85452-796-95
EUR 14,90

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Zum Buch:

Karawanen, Kreuzfahrer, Kolonialisten, Lawrence von Arabien und Saladin, Krisen, Kriege und Terrorismus... Mehr noch als das Bild der meisten anderen islamischen Staaten setzt sich jenes, das die westliche Öffentlichkeit von Syrien hat, aus einigen wenigen historischen Namen und vielen, von politischen Aktualitäten geprägten Klischees zusammen. Dabei ist diese zentrale Region des „fruchtbaren Halbmonds“, wo Arabiens Wüste und das Mittelmeer einander berühren, seit Jahrtausenden das Land der Begegnungen schlechthin. Kaum eine Religion und Kultur der Alten Welt, die an diesem Schnittpunkt von Orient und Okzident nicht Spuren hinterlassen hätte: Hethiter, Assyrer und Babylonier, Aramäer, Araber, Perser, Hellenen, Römer, Parther, Byzantiner, frühe Christen, Muslime, Kreuzritter und, in jüngerer Vergangenheit, Briten und Franzosen. In diesem Land entstanden die ersten festen Siedlungen der Menschheit. Hier wurden die älteste Sprachüberlieferung und das älteste Alphabet entdeckt, die älteste Notenschrift und die Reste der ältesten animistischen und monotheistischen Religionen.  Auf seinen mäandrierenden Reisen zwischen Euphrat und Mittelmeer, den Hängen des Taurus und dem Hauran macht Orientkenner Walter M. Weiss das Phänomen Syrien in all seinen Facetten erfahrbar - lädt zu Spaziergängen durch die schönsten Basare und Beduinendörfer, zu Fahrten auf die Golanhöhen und an die türkische und irakische Grenze. Legendäre Moscheen und Tempel, Kirchen, Klöster und Kastelle erkundet er, und verliert sich mit Lust in den labyrinthischen Herzen sagenumwobener Städte wie Damaskus und Aleppo. Dabei trinkt er mit Hirten und Händlern, Handwebern, Schwertfegern und Glasbläsern Tee, schließt unter anderem Bekanntschaft mit Muftis und Mystikern, Koranschülern und Erzbischöfen, mit Armeniern, Drusen, Palästinensern und Juden, Parlamentariern, Bewässerungstechnikern und auch einer Redakteurin der Tageszeitung „Die Revolution“.

Inhalt:

Die „Perle des Morgenlandes“
Über die spirituelle Bedeutung von Damaskus

Damaszener Perspektiven
Visiten bei Alawiten und Christen, im Nationalmuseum und beim Großmufti

Front- und Satellitenstaat im Umbruch
Faktensplitter zur syrischen Zeitgeschichte

Im Innersten der Hauptstadt
Fundstücke zwischen Glaube, Kunsthandwerk und Wissenschaft

Ein Flüchtling, der hilft
Eine palästinensische Karriere in Syrien

Die Vernunft des Herzens
Über das Zusammenleben in der arabischen Altstadt

Ein hassenswerter Beruf
Gedanken einer syrischen Journalistin

Nach dem Erlaubten streben
Ein Koran- und Arabisch-Schüler aus dem Westen

Die Elixiere des Männeralltags
Kleiner Exkurs über Kaffee und Cafés

Schwere Kost
Syriens kulinarische Traditionen auf dem Prüfstand

Mit den Fingern schreien
Eine Parlamentarierin über das Schreiben, die Frauenfrage und den Frieden

In den Fußstapfen von Kain, Abel und Jesus
Nach Maalula, Quneitra und ins Tal des Barada

Der österreichische Lawrence
Alois Musils Mission zwischen Euphrat, Mittel- und Rotem Meer

In Syriens äußersten Süden
Auf den Spuren der Hedschas-Bahn nach Bosra

Im Land der Drusen
Begegnungen mit einer kämpferischen Sekte

Von Burg zu Burg
Entlang der Küste und ins Hinterland

Im Mekka der Händler
Streifzüge durch das Herz von Aleppo

Das Baron Hotel
Zu Gast in Aleppos glorreicher Vergangenheit

Von Säulenheiligen und Schafspezialisten
Zum Simeonskloster und in den Belus

Den Fluss entlang und in die Felder
Durch das Euphrattal von Meskene bis Abu Kamal

Mit dem Scheich in die Wüste
Zu Besuch bei den Beduinen vom Stamm der Sbaa

Im Reiche Zenobias und Baals
Ein Fest in der legendären Oasenstadt Palmyra

AUS REZENSIONEN:

Was wissen wir über Syrien? Nicht viel, wie die Reportagen von Walter M. Weiss zeigen. Wir kennen den Assad-Clan, der das Land regiert. Wir wissen um die Konflikte mit Israel und die Rolle des Landes im Libanon - aber wir haben bestenfalls eine Ahnung davon, wie das Leben in der Hauptstadt Damaskus aussieht oder wie das Geschäft der Händler in Aleppo läuft. Der Wiener Journalist Walter M. Weiss schreibt in lebendigen Reportagen vom Leben in Syrien ohne die historischen und politischen Hintergründe zu vergessen. Er hat schon ein ähnliches Buch über Marokko vorgelegt und vor Jahren über Ägypten und den Iran geschrieben. Immer zeugen seine Bücher davon, dass hier einer schreibt, der die arabische Welt nicht nur gut kennt, sondern auch versteht.
Der Tagesspiegel, Berlin

...Diese Bücher sind eine schöne Ergänzung zu den herkömmlichen Reiseführern und fügen dem Skelett von Daten und Fakten gewissermaßen das Fleisch hinzu. Dies gilt auch für die „Syrischen Aussichten“. Durch sie rückt ein Land, das in den letzten Jahren durch die politischen Unruhebewegungen des Nahen Ostens und als Teil der „Achse des Bösen“ gebrandmarkt, an den Rand der touristischen Welt gedrängt wurde, wieder ins Bewusstsein. Was der Österreicher Walter M. Weiss beschreibt, fügt sich zu einem kenntnisreichen Mosaik zusammen, macht die historische Bedeutung dieses Raums deutlich und bricht eine Lanze für die einfachen Menschen Syriens, die dem Fremden offen und gastfreundlich gegenübertreten.
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Liebeserklärungen, die zwischen den Zeilen daherkommen, sind die spannendsten. Überhaupt, wenn sie weder Werbung machen noch Wertungen abgeben, sondern einfach berichten - über das Dunkle und das Helle, das Grobeund das Sanfte, das Alte und das Neue. Orientkenner Walter M. Weiss ist mit seinen „Syrischen Aussichten“ diese Gratwanderung gelungen. In 22 Reportagen, Gesprächen, Geschichten und Berichten zeichnet er das heutige Bild eines Landes mit jahrtausendealter Geschichte.
Salzburger Nachrichten


DAS ERBE DER GÖTTER
Ägyptische Ambivalenzen

von Walter M. Weiss
erschienen 2006 im Picus Verlag/Wien, Reihe "Reportagen"

168 Seiten, gebunden
EUR 14,90/sfr 26,80
ISBN 3-85452-916-3

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Zum Buch:

Ägypten sei reicher an Wundern als jedes andere Land, schwärmte schon Herodot. Sein 2500 Jahre altes Urteil ist heute gültiger denn je. Auf dem fruchtbaren Boden der schmalen Strom-Oase sind im Anschluss an die pharaonische auch eine hellenistische, eine christliche und eine islamische Hochkultur gediehen. Und sie alle haben nicht nur grandiose Kunstschätze hinterlassen, sondern gemeinsam auch die hier lebenden Menschen geprägt, deren besondere Friedsamkeit, Frömmigkeit und Courtoisie bei jedem empfindsamen Gast aus Europa bis heute zu den bleibendsten Reiseeindrücken zählen. Dieses so liebenswürdige Wesen von Land und Leuten - dem Gewalt, wie sie verhetzte Attentäter in den vergangenen Jahren gelegentlich ausübten, im Grunde fremd ist - bildet denn auch neben all den phantastischen Kunstdenkmälern und Naturlandschaften den roten Faden für jene Entdeckungsreise, zu der dieser Reportageband einlädt. Es offenbart sich beim Bummel durch die mittelalterlichen Basargassen der Kairiner Altstadt ebenso wie in den Lehmhütten der Fellachendörfer Oberägyptens und des Deltas, beim Besuch der Erben der frühen Anachoreten in ihren Wüstenklöstern ebenso wie in den Beduinenzelten des Sinai oder den klimatisierten Bürotürmen Alexandrias oder Kairos.
Der Autor nähert sich dem Phänomen Ägypten auf vielfältigen Wegen. Er führt in die heillos übervölkerten modernen Stadtviertel von Kairo, auf den Mosesberg und nach El Alamein, zu den Tauchparadiesen am Roten Meer, zu archäologischen Grabungen im Delta, in die weltabgewandten Oasen der westlichen Wüste und natürlich zu allen wichtigen Pyramiden und Tempelanlagen zwischen Gizeh und Abu Simbel. Er untersucht die Geschichte des ägyptischen Kinos ebenso wie den politischen Einfluss der Muslimbrüder und Rechtsgelehrten der Azhar-Universität oder die Auswirkungen der zögerlich einsetzenden Demokratisierung. Er folgt den Spuren von Kleopatra und Lawrence Durrell durch Alexandria, jenen von Naguib Mahfouz durch Alt-Kairo, von Negrelli und Lesseps zum Suez-Kanal und von Tutanchamun ins Museum beziehungsweise nach Theben.

Inhalt:

Kapitale des charmanten Chaos
Kairo: Erste Tuchfühlung mit dem altehrwürdigen Moloch

Die Mutter aller Museen
Eine Geschichtslektion im Allerheiligsten der Altägyptischen Kultur

Das (post)koloniale Kairo
Zwischen Nasserismus und Art nouvau: vom Tahrir-Platz nach Esbekiya

Eine traute, verschwundene Welt
Erinnerungen an den Alltag von einst

Düfte aus 1001 Nacht
Sinnenreiche Umnebelungen in einem Parfumsalon

Herz und Hirn
Vom Segen des Wissens und Glaubens: in den Moscheen Al Azhar und Al Hussein

Orte der Sammlung
Moscheen und Museen zwischen Zitadelle, Alt-Kairo und Dokki

What country, pliss?
Unterwegs im Basar Khan el Khalili und den Nachbarvierteln Gamaliya und Ghuriya

1x Donau-Nil und retour
Über die engen historischen Bande zwischen Ägypten und Österreich

Ein Leben für die Armen
25 Jahre als Nonne unter den Zabbalin, Kairos Menschen auf der Müllhalde

Wo Ramses II. regierte
Ein archäologisches Abenteuer im östlichen Nildelta

Metropole im Schatten der Vergangenheit
Melancholie auf Alexandrinisch

Schönheit und Macht
Von den Schleifen der Kalligraphen zu den Verschlingungen der Innenpolitik

Nicht nur Omar Sharif
Über Geschichte und Gegenwart des Ägyptischen Kinos

Auf den Spuren Alexanders und Rommels
Entlang der Mittelmeerküste über El Alamein in die Oase Siwa

Grüne Eilande im braunen Sandmeer
Kharga - Dakhla -Farafra: Entlang dem Oasenkranz in der Westlichen Wüste

Kreuz unter dem Halbmond
Zu Besuch bei den Kopten, Ägyptens großer Christengemeinde

Touristenghetto und Beduinen-Reich
An den Gestaden des Roten Meeres: von Sharm el Sheikh nach Taba

Massenandrang im biblischen Land
Zum Katharinenkloster und auf den Gipfel des gleichnamigen Berges

Lebensader zwischen Dies- und Jenseits
Die klassische Niltour - von Gizeh bis Abu Simbel











Reiseführer zu Jordanien bzw. Syrien & Libanon -
siehe Bücher II: Reiseführer

MARRAKESCH
In der Reihe "ORIENT ERLESEN"

Herausgeben von Walter M. Weiss
erschienen 2003 im Verlag Wieser, Klagenfurt

264 Seiten
EUR 12,95/sfr 22,80
ISBN 3 85129 406 8

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Ante Scriptum zur gesamten Reihe "ORIENT ERLESEN"
Vor nun schon sechs Jahren hat der in Klagenfurt ansässige Wieser Verlag mit
der Herausgabe der ersten kleinen, feinen Bände der Reihe "Europa Erlesen"
eine Aufsehen erregende editorische Initiative gestartet. Dank des
Engagements der Buchhändler/innen und der Entdeckerlust ihrer rapide
gewachsenen Leserschaft umfasst diese Reihe heute bereits über siebzig Titel
und hat sich in den Herzen bibliophiler Weltenbummler und auf dem Markt fest
etabliert. Von diesem Erfolg ermutigt, und überzeugt, dass Neugier und Treue
ihrer Liebhaber mittlerweile noch weniger Grenzen kennen, haben wir uns
entschlossen, dieser "Mutter aller Reise-Anthologien" eine Tochter - oder
besser: Zwillingsschwester - beizugesellen. Deren Name: ORIENT ERLESEN.
Zwei Gründe für diese Erweiterung und Ergänzung sind zuvorderst zu nennen:
Der eine, aktuelle liegt in dem über die letzten Jahre stetig - und nach dem
11. September 2001 zusätzlich dramatisch - gestiegenen Interesse Europas an
den Zuständen und Vorgängen in Nordafrika, Vorder- und Zentralasien.
Der zweite, grundsätzlichere liegt in der fatalen Beeinflussung unserer
öffentlichen Meinung von jenen islamisch geprägten Regionen durch politische
Aktualitäten und jahrhundertealte Klischees.
"Der Westen und der Islam, diese beiden abstrakten Gebilde", schreibt der
Spanier Juan Goytisolo als einer der wortgewandtesten Mittler zwischen
Orient und Okzident, "stützen sich auf- und spiegeln sich ineinander,
verstrickt in ein dialektisches Spiel ihrer Spiegelbildlichkeit. Der Islam
ist die Hohlform, das Negativ Europas: Gegenstand seiner Aversion und
ständige Versuchung."
Wie ließe sich dieser folgenschweren Ambivalenz und Entzweiung - wenigstens
in unseren Köpfen - besser entgegenwirken, als durch die behutsame
Annäherung auf literarischem Weg? Wie jene facettenreiche und allzu oft
missverstandene Welt jenseits des Mittelmeers, deren Bewohner übrigens heute
immerhin fast schon ein Fünftel der Menschheit bilden, besser in der
gebührlichen Vielschichtigkeit beleuchten?
In Grundkonzeption und inhaltlicher Struktur, Umfang und Erscheinungsbild
ist diese neue Serie von Anthologien eng an die existierende Europa-Reihe
angelehnt; das heißt, auch sie will mit einer Mischung von historischen und
gegenwartsbezogenen, bekannten und unbekannten, von erzählerischen,
lyrischen und essayistischen Texten hoher literarischer Qualität
kaleidoskopisch das Wesen bestimmter Städte, Landstriche und Staaten
vermitteln. Wobei die Textauswahl jeweils sowohl die Perspektive
europäischer Schriftsteller/innen, also die "importierte" Literatur, als
selbstverständlich auch die Sicht inländischer Autor/innen auf ihre Heimat
berücksichtigen wird. Als verlegerisches Produkt steht ORIENT ERLESEN
freilich vom Start weg auf eigenen Beinen.
Gemäß der Devise "die fremde Nähe entdecken" werden bei dieser Erweiterung
der literarischen Landkarte die Europa mehr oder weniger "benachbarten"
Gebiete zwischen Maghreb und Levante sowie dem Schwarzen und Kaspischen Meer
im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Und zwar sowohl die vielbereisten
Knotenpunkte der (Literatur)Geschichte von Istanbul über Jerusalem, Kairo
und Alexandria bis Algier, Tanger und Cordoba, als auch die legendären
Kulturlandschaften wie etwa Kleinasien, der Sinai oder Libanon.
Darüberhinaus werden sich Bände freilich auch entfernteren Orten und
Gegenden zwischen Sanaa und Samarkand, Udaipur und Timbuktu widmen. Die
Auswahl der drei ersten Titel, nämlich IRAN, MARRAKESCH und LUXOR / ASSUAN,
möge als programmatisches Signal für die künftige geographische und
kulturelle Bandbreite verstanden sein.
Als Herausgeber der Reihe fungiert Walter M. Weiss, der, als freier Autor
von Wien aus tätig, seit vielen Jahren international erfolgreich zu Themen
des islamischen Kulturkreises publiziert und dank intensiver Reisetätigkeit
die Länder zwischen Atlantik, Arabien und Zentralasien aus eigener
Anschauung sehr gut kennt. Seinem und dem Engagement des Verlags für die
neue Reihe liegt der tiefempfundene Wunsch zugrunde, der von den Medien
allzu häufig praktizierten Vereinfachung und Schwarzweißmalerei
entgegenzutreten und zur Vermittlung zwischen den in der fast 1400jährigen
gemeinsamen Geschichte immer wieder und gerade auch heute allzu
gegensätzlich beschriebenen Glaubens-, Geistes- und Alltagswelten des
Morgen- und des Abendlandes beizutragen.

Mit Texten von:
Leo Africanus, Ibn Battuta, Sir Cecil Beaton, Tahar Ben Jelloun, Paul
Bowles, Volker Braun, Elias Canetti, F. Carlisle, Christine Daure-Serfaty,
Edmondo de Amicis, Claude Farrère, Elizabeth Warnock Fernea, Hubert Fichte,
Charles de Foucauld, Esther Freud, Hans Werner Geerdts, Juan Goytisolo,
André Heller, Rolf Italiaander, Bodo Kirchhoff, Jan Korinek, Abdellatif
Laabi, Abderrahmane Lakhsassi, Pieere Loti, Peter Mayne, Fatima Mernissi,
Insaf El Awar Mohdad, Leonard Nolens, Claude Ollier, Pierre Mac Orlan,
Leonora Peets, Jean-Arthur Rimbaud, Gerhard Rohlfs, Helge Timmerberg, Uwe
Topper, Leo Wehrli, Walter M. Weiss und Yasmine X.

Aus Rezensionen:

„Oh, Mensch, du lebst in Zerstreuung nur. Und ein Tag nach dem anderen vergeht so von deinem Leben.“ Die Worte aus „Tausendundeiner Nacht“ zeugen eigentlich vom Widerspruch zwischen Ernst und Zerstreuung. Dass man beides sehr wohl miteinander verbinden kann, belegt ausgerechnet eine neue bibliophile Reihe über den Orient. „Orient erlesen“, herausgegeben vom Wiener Orientkenner Walter M. Weiss, erfasst auf jeweils rund 250 Seiten Texte mehr und weniger bekannter Autoren zu verschiedenen Stätten des Orients. In den ersten drei Bänden kommen etwa die Reisenden Marco Polo und Pierre Loti ebenso zu Worte wie die Schriftsteller Elias Canetti, Fatima Mernissi und Tahar Ben Jelloun; grosse Denker vergangener Zeiten wie Plutarch und Ovid ebenso wie anonyme Stimmen unserer Tage. In den kleinen und schön aufgemachten Bändchen sammeln sich so kluge Gedanken in informativer wie zerstreuender Form - richtige kleine Kulturreisen in den Orient.
Neue Zürcher Zeitung

Ein Gewinn ist die neue Serie „Orient erlesen“ (die Fortsetzung von „Europa Erlesen“) im Wieser Verlag, vom Islamexperten Walter M. Weiss herausgegeben. Sie präsentiert in ihren ersten drei Bänden Marrakesch, Luxor/Assuan und den Iran. Kleine Anthologie zum Minipreis für Kopfreisen abseits von Klischees. Mehr als ein guter Anfang!
Die Presse, Wien

...Beim Versuch, die Leuchtkraft von Marrakesch literarisch einzufangen, geht die mit Bedacht konzipierte Anthologie der im Wieser Verlag erschienenen Reihe „Orient erlesen“ vor allem impressionistisch vor. Die Beiträge, die bewusst zwischen kolonialer oder verklärender Fremdsicht und prosaischen Selbstbildern oszillieren und europäische sowie orientalische Autoren und Chronisten vom vierzehnten bis zum zwanzigsten Jahrhundert vereinen, illustrieren geflissentlich den gesellschaftlichen und kulturellen Wandel während Perioden der europäischen Fremdherrschaft bis hin zur Unabhängigkeit 1956 und postkolonialen Problemen. Viele der vorgestellten Texte sind dabei von Religion, Volksfrömmigkeit und Aberglaube geprägt. Ein weiterer, damit engverbundener Themenkreis ist Erotik, Keuschheit und Polygamie, wobei letztere teils anklagend, teils fatalistisch oder exkulpierend angesprochen wird. Exemplarisch für die emanzipatorische marokkanische Frauenliteratur steht die Erzählung „Die verbotene Terrasse“ aus dem autobiographischen Buch „Der Harem in uns“ der Soziologin Fatima Mernissi. Die Situation ethnischer Minderheiten oder sozial benachteiligter Gruppen in den historischen Gerber- oder Judenvierteln tritt in den feinsinnigen „Stimmen von Marrakesch“ von Elias Canetti, in Juan Goytisolos Essays aus „Engel und Paria“ oder André Hellers märchenhaften Erzählungen zutage...
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Elias Canetti war dort und Hubert Fichte, André Heller und Bodo Kirchhoff. Die einen kommen als Touristen vorbei, geraten ins Staunen und schreiben  über wundersame Entdeckungen, die sie gemacht haben, die anderen erweisen sich als Kenner der Stadt, nehmen den Leser als Vertrauten beiseite, um ihm ein paar Geheimnisse anzuvertrauen. Diese Anthologie versammelt subjektive Ansichten von Marrakesch, aufgeregte Erlebnisberichte ebenso wie erbauliche Reflexionen über einen fremden Ort.
Salzburger Nachrichten, Salzburg

Gut und schön gemacht sind die handlichen Bände der neuen Reihe "Orient erlesen" allemal. Doch damit nicht genug: Wer sich lesend in den ersten Band zum Thema "Marrakesch" versenkt, dem erschließt sich die tiefere Bedeutung dieses Reihentitels... Mit dem sicheren Gespür eines Fachmanns hat der landeskundige Herausgeber Walter M. Weiss Texte und Autoren ausgewählt. Entstanden ist eine literarische Anthologie, die in der Zusammenschau vieler Jahrhunderte und unterschiedlicher kultureller Zugänge ein umfassendes Panorama jener Stadt entfaltet, deren Name vielen als Inbegriff orientalischer Welt erscheint. Marrakesch: die alte Königsstadt in Marokko, mit ihren verschlungenen Souks und den phantasievollen Gärten, den tristen Vorstädten und dem alten, immer noch mondäne Größe vortäuschenden Franzosenviertel, den kleinen Cafés und den riesigen Nobelhotels, und nicht zuletzt die Stadt, die den sagenumwobenen "Djemma el Fna" beherbergt, jenen Platz, der seit Jahrhunderten (und bis zum heutigen Tag) allabendlich die Geschichten- und Märchenerzähler, die Gaukler und Musikanten ebenso anlockt wie deren vielschichtiges Publikum.
In der vorliegenden Anthologie wird die Aura dieser Stadt erfahrbar, ohne sie einem exotistischen Blick preiszugeben. Souverän hat Walter M. Weiss jene Autoren ausgespart, deren oberflächliche Darstellungen jenseits vielleicht gutgemeinter Intentionen nichts als neokolonialistische Phantasien verraten. Keine einfache Leistung, denn von dieser Art Marrakesch-Literatur gibt es in der Gegenwart übergenug.
Das Autorenverzeichnis versammelt hingegen bemerkenswert viele Stimmen, die zu Marrakesch wirklich etwas zu sagen haben: Der aus dem 14. Jahrhundert stammende Ibn Battuta setzt den Auftakt mit seinen Reflexionen über "Eine(n) der schönsten Plätze der Erde", Leo Africanus (1495-1550) sinniert über "Lebensdauer & Krankheiten"; dazwischen werden Berber-Märchen erzählt. Einen Schwerpunkt der Anthologie bilden zweifellos Texte des 20. Jahrhunderts, wobei auch hier ein beachtliches Spektrum erfasst ist. Neben Marrakesch-"Klassikern" wie Elias Canetti, Paul Bowles und Hubert Fichte wurden auch entlegenere Autoren ausgewählt, etwa der leider immer noch zu wenig ins Deutsche übersetzte Claude Ollier. Die jüngere deutschsprachige Literatur wartet mit Überraschungen auf: Auch Andre Heller, Volker Braun und Bodo Kirchhoff sind der poetischen Anziehungskraft dieser Stadt erlegen. Das literarische Anspruchsprofil der Texte reicht von den sensiblen Reiseimpressionen Peter Maynes, über die einfühlsamen Innenansichten des seit fast 40 Jahren in Marrakesch lebenden Malers und Schriftstellers Hans Werner Geerdts, bis hin zu der höchst differenzierten und feinsinnigen Prosa des großen spanischen Romanciers Juan Goytisolo, der mit insgesamt sechs Auszügen aus seiner "Raumlektüre des Djemma el Fna" angemessen vertreten ist. Kritische Töne werden nicht ausgespart, ebenso wenig wie jene Sequenzen, die die Kenntnis von der anderen Kultur erweitern und damit um Verständigung werben.
So ist eine klug komponierte und für den Leser zweifellos wertvolle Anthologie entstanden, ganz gleich, ob er sich auf eine Reise vorbereiten oder auf andere Weise seinen kulturellen Horizont erweitern will. Wer das Buch nach der Lektüre aus der Hand legt, der hat wahrhaft ein Stück "Orient erlesen".
Quantara.de / Christoph Leisten


LUXOR/ASSUAN
In der Reihe
"ORIENT ERLESEN"

Herausgeben von Walter M. Weiss
erschienen 2003 im Verlag Wieser, Klagenfurt

264 Seiten
EUR 12,95/sfr 22,80
ISBN 3 85129 408 4

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Mit Texten von:
Jachja Taher Abdallah, Leo Africanus, Stefan Andres, König Antef, Amr Ibn al
As, Ingeborg Bachmann, Baedeker, Ibn Battuta, Giovanni Belzoni, Christoph
Braendle, Alfred Edmund Brehm, Emma Brunner-Traut, Johann Ludwig Burckhardt,
Howard Carter, Agatha Christie, Vivant Denon, Eugen Drewermann, Felix Faber,
Robin Fedden, Gustav Flaubert, Caroline von Günderrode, Ida von Hahn-Hahn,
Joseph von Hammer-Purgstall, Herodot, Carl Gustav Jung, Erhart Kästner,
Konstantinos Kavafis, Thomas Mann, Ammianus Marcellinus, Auguste Mariette,
Conrad Ferdinand Meyer, Hans-Ulrich Mielsch, Adolf Opel, Publius Ovidius
Naso, Plutarch, Hermann Fürst von Pückler-Muskau, Rainer Maria Rilke, Ramses
II., Alifa Rifaat, Nawal el-Saadawi, Rudolph Slatin Pascha, Strabo, Pierre
Teilhard de Chardin, Joyce Tyldesley, Walter M. Weiss, Johann Wild und
Banana Yoshimoto.

IRAN
In der Reihe "ORIENT ERLESEN"

Herausgeben von Walter M. Weiss
erschienen 2003 im Verlag Wieser, Klagenfurt

264 Seiten
EUR 12,95/sfr 22,80
ISBN 3 85129 407 6

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Mit Texten von:

Bosorg Alawi, Muhammad Asad, Manutschehr Ateschi, Theodor Bauer, Gertrude
Bell, Nicolas Bouvier, Houchang Chehabi, Rudolph Chimelli, Mahmud
Doulatabadi, Assghar Elahi, Engu, Galal Pur-e Fath-Ali-Schah, Johann
Wolfgang Goethe, Noah Gordon, Hafis, Joseph Freiherr von Hammer-Purgstall,
Ssadegh Hedajat, Riza-Quli-Han-Hidayat, Arnold Hottinger, Karl Lebrecht
Immermann, Ryszard Kapuscinski, Dzevad Karahasan, Navid Kermani, Victor
Kocher, Pierre Loti, Abbas Maroufi, Roy Mottahedeh, Carsten Niebuhr, Adam
Olearius, Scharnusch Parsipur, Robert Payne, Marco Polo, Bruni Prasske,
Mustaufi-ye Qazvini, Max Reisch, Vita Sackville-West, Muslih ud-Din Sadi,
Annemarie Schwarzenbach, Gerhard Schweizer, Sepehr Sepahrom, Freya Stark,
Udo Steinbach, Helge Timmerberg, Ssadegh Tschubak und Walter M. Weiss.


IRAK
In der Reihe "ORIENT ERLESEN"

Herausgeben von Walter M. Weiss
erschienen 2004 im Verlag Wieser, Klagenfurt

264 Seiten
EUR 12,95/sfr 22,80
ISBN 3 85129 426 2

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Mit Texten u.a. von:
Eli Amir, Fadhil Al-Azzawi, Peter Gustav Bartschat, Ibn Battuta, Abdulwahab
Al-Bayyati, Gertrude Bell, Hans Benedict, Sargon Boulus, Agatha Christie,
André Clot, Zuhdi Al-Dahoodi, Ibn Fadlan, Peter Faecke, Abu l-Faradsch,
Sherko Fatah, Al-Gahiz, Gilgamesch-Epos, Güneli Gün, Hariri, Thor Heyerdahl,
Huda Al-Hilali, Alexander Hislop, Arnold Hottinger, Peter Huchel, Abdul
Kader El Janaby, Ibn Jubayr, Dzevad Karahasan, Muhammad Khudaijir, Horst
Klengel, Robert Koldewey, Maria Laufenberg, Austen Henry Layard, Wolfgang
Günter Lerch, Amin Maalouf, Khalid Al-Maaly, Ali Mahan, Alia Mamduch, Karl
May, Henrietta McCall, Bruno Meissner, Sami Michael, Alois Musil, Abu Nuwas,
Manfred Pohl, Marco Polo, Christoph Reuter, Eduard Sachau, Ihwqan As-Safa,
Mahdi Issa Al-Saqr, Irute Schober, Badr Shakir as-Sayyab, Ursula Gräfin von
Schlieffen, Raoul Schrott, Wilfred Thesiger, Leonard Woolley, Mona Yahia


ÄGYPTEN

von Walter M. Weiss (Text) und Kurt-Michael Westermann (Photos)
erschienen 2005 im Verlag Bruckmann/München, Reihe „Fernweh“

112 Seiten mit ca. 160 Farbabb.
Format 29,7 x 24 cm, gebunden
ISBN 3-7654-4390-5
Euro 25,60, sfr 43,70

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Zum Buch:

Ägypten steht bei deutschen Touristen nach wie vor hoch im Kurs. Denn es ist ein Land voller Kontraste: flirrende Wüsten, die grüne Nillandschaft, bunte Korallenriffe und endlose Strände am Roten Meer begeistern ebenso wie die Jahrtausende alte Kultur mit den Pyramiden oder dem Tal der Könige. Dieser Panoramabildband der Orientspezialisten W. M. Weiss und K. M. Westermann
porträtiert Land und Leute einfühlsam und gibt zusätzlich viele Reisetipps.

Inhalt:

Ägypten -Das wundersame Land am Nil

Kairo - Die Kapitale und ihre Schätze

Zwischen Gizeh und der Oase Fayum - Im Reich der Pyramiden

Alexandria und das Nildelta - Die alte Vielvölkerstadt und ihr Umland

Von Luxor nach Abu Simbel - Das oberägyptische Niltal

Die Oasen der Westlichen Wüste - Grüne Inseln im Sandmeer

Sinai und Rotes Meer - Im Land der Bibel und bunten Fische

Reiseinformationen: Ägypten von A-Z